Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für voiceOne


§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen der OneAI UG (haftungsbeschränkt), Hinterer Graben 10, 96047 Bamberg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bamberg unter HRB 11840 (nachfolgend „Anbieter" oder „voiceOne") und dem Kunden über die Nutzung des SaaS-Dienstes „voiceOne" (nachfolgend „Dienst").

(2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB.


§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden einen KI-gestützten Telefonassistenten als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über die Plattform app.voice-one.ai.

(2) Der Dienst umfasst je nach gewähltem Tarif insbesondere:

(3) Der genaue Leistungsumfang richtet sich nach dem jeweils gewählten Tarif gemäß der aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website voice-one.ai.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern, solange die wesentlichen Funktionen des gebuchten Tarifs erhalten bleiben. Wesentliche Einschränkungen des Leistungsumfangs werden dem Kunden mindestens 4 Wochen im Voraus mitgeteilt.

(5) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung des Dienstes, nicht jedoch einen bestimmten Erfolg. Insbesondere garantiert der Anbieter nicht die inhaltliche Richtigkeit der vom KI-System generierten Antworten.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, zur Erbringung der vertraglichen Leistungen Unterauftragnehmer einzusetzen. Der Anbieter bleibt gegenüber dem Kunden für die ordnungsgemäße Leistungserbringung verantwortlich.


§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

(1) Der Vertrag kommt durch die vollständige Registrierung des Kunden auf app.voice-one.ai und die Bestätigung dieser AGB zustande. Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss per E-Mail.

(2) Der Kunde versichert bei der Registrierung, dass er Unternehmer im Sinne des § 14 BGB ist und die angegebenen Daten wahrheitsgemäß und vollständig sind.

(3) Der Anbieter behält sich das Recht vor, eine Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, seine Registrierungsdaten stets aktuell zu halten und Änderungen unverzüglich mitzuteilen.


§ 4 Testphase

(1) Der Kunde erhält eine kostenlose, zeitlich unbegrenzte Testphase. Während der Testphase steht der Dienst im vereinbarten Umfang zur Verfügung.

(2) Der Anbieter kann die Testphase jederzeit mit einer Frist von 14 Tagen beenden. Der Kunde wird hierüber per E-Mail informiert.

(3) Wählt der Kunde einen kostenpflichtigen Tarif, geht der Vertrag in ein kostenpflichtiges Abonnement über.

(4) Es bestehen während der Testphase keine Zahlungspflichten. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang während der Testphase einzuschränken.


§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die aktuell gültigen Preise sind auf der Website voice-one.ai einsehbar. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Der Rechnungsbetrag wird per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder auf Rechnung eingezogen.

(3) Inklusivminuten richten sich nach dem gewählten Tarif. Überminuten werden gemäß der aktuellen Preisliste am Ende des Abrechnungsmonats nachträglich in Rechnung gestellt.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 6 Wochen zum nächsten Abrechnungszeitraum anzupassen. Preiserhöhungen von mehr als 5 % berechtigen den Kunden zur außerordentlichen Kündigung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preiserhöhung. Der Kunde muss die Kündigung innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung erklären.

(5) Sofern nicht anders vereinbart, sind Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zahlbar.

(6) Im Falle des Zahlungsverzugs ist der Anbieter berechtigt:

(7) Der Kunde kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen.


§ 6 Verfügbarkeit und Service Level

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Jahresmittel an.

(2) Von der Verfügbarkeitsberechnung ausgenommen sind:

(3) Im Falle von Störungen wird der Anbieter diese unverzüglich nach Bekanntwerden beheben.


§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (Benutzername, Passwort) geheim zu halten, vor dem Zugriff Dritter zu schützen und den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er Kenntnis von einem Missbrauch seiner Zugangsdaten erlangt.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass die Nutzung des Dienstes im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Bestimmungen erfolgt, insbesondere mit den Vorschriften des Datenschutzes (DSGVO, BDSG) und des Telekommunikationsrechts.

(3) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Aktualität seiner Geschäfts-, Kontakt- und Konfigurationsdaten verantwortlich.

(4) Der Kunde informiert seine Kunden und Anrufer in geeigneter Weise darüber, dass Anrufe von einem KI-Assistenten entgegengenommen werden können, soweit dies gesetzlich erforderlich ist.

(5) Der Kunde unterlässt jede Nutzung des Dienstes, die geeignet ist, den Betrieb des Dienstes oder die Sicherheit der Infrastruktur zu beeinträchtigen.

(6) Der Kunde erstellt eigenverantwortlich Sicherungskopien seiner in den Dienst eingegebenen Daten, soweit dies technisch möglich ist.


§ 8 Nutzungsrechte und geistiges Eigentum

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, den Dienst im Rahmen dieser AGB bestimmungsgemäß zu nutzen.

(2) Alle Rechte am Dienst, einschließlich der Software, des Designs, der Algorithmen, Marken und der Dokumentation, verbleiben beim Anbieter.

(3) Der Kunde darf den Dienst nicht dekompilieren, disassemblieren oder auf andere Weise versuchen, den Quellcode zu ermitteln (es sei denn, dies ist nach § 69e UrhG zwingend zulässig), und darf den Dienst nicht Dritten zur eigenständigen Nutzung überlassen.

(4) Die vom Kunden in den Dienst eingegebenen Daten verbleiben im Eigentum des Kunden.


§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden gemäß Art. 28 DSGVO. Die Einzelheiten werden in einem gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geregelt.

(2) Alle Daten werden ausschließlich auf Servern in Deutschland verarbeitet und gespeichert.

(3) Der Anbieter setzt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) ein, um die Sicherheit der Daten gemäß Art. 32 DSGVO zu gewährleisten.

(4) Der Anbieter unterstützt den Kunden bei der Erfüllung seiner Pflichten als Verantwortlicher, insbesondere bei Betroffenenanfragen und Datenschutzvorfällen.

(5) Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über Datenschutzvorfälle, die personenbezogene Daten des Kunden betreffen.

(6) Weitere Informationen zur Datenverarbeitung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


§ 10 Geheimhaltung

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur für die Zwecke des Vertrages zu verwenden.

(2) Diese Pflicht gilt nicht für Informationen, die bereits öffentlich bekannt waren, nach der Mitteilung ohne Verschulden öffentlich werden, der empfangenden Partei bereits bekannt waren oder aufgrund gesetzlicher Vorschriften offengelegt werden müssen.

(3) Die Geheimhaltungspflicht besteht über die Beendigung des Vertrages hinaus für einen Zeitraum von 3 Jahren fort.


§ 11 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass der Dienst im Wesentlichen der vereinbarten Leistungsbeschreibung entspricht. Unerhebliche Abweichungen stellen keinen Mangel dar.

(2) Im Falle eines Mangels hat der Kunde den Anbieter unverzüglich schriftlich unter möglichst genauer Beschreibung des Mangels zu informieren.

(3) Der Anbieter wird gemeldete Mängel innerhalb angemessener Frist beheben. Schlägt die Nachbesserung nach zwei Versuchen fehl, ist der Kunde berechtigt, den monatlichen Preis angemessen zu mindern.

(4) Gewährleistungsansprüche verjähren innerhalb von 12 Monaten ab Entstehung des Anspruchs, soweit gesetzlich zulässig. Dies gilt nicht für Ansprüche aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.


§ 12 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie im Rahmen einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesem Fall auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit bei Verletzung von Kardinalpflichten ist auf den durchschnittlichen Vertragswert der letzten 12 Monate begrenzt, mindestens jedoch auf 2.500 €.

(4) Der Anbieter haftet nicht für die inhaltliche Richtigkeit der vom KI-System generierten Antworten, für Schäden durch fehlerhafte Konfiguration durch den Kunden, für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden (soweit nicht Absatz 1 oder 2 einschlägig sind) sowie für den Verlust von Daten, sofern der Schaden durch angemessene Datensicherungsmaßnahmen des Kunden hätte vermieden werden können.

(5) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden oder mit dessen Duldung entstehen.


§ 13 Höhere Gewalt

(1) Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verzögerte Erfüllung ihrer Pflichten, soweit diese auf höherer Gewalt beruht (z.B. Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, behördliche Anordnungen, Streik, Ausfall von Telekommunikationsnetzen).

(2) Die betroffene Partei informiert die andere Partei unverzüglich über das Eintreten und voraussichtliche Ende des Ereignisses.

(3) Dauert das Ereignis höherer Gewalt länger als 60 Tage an, ist jede Partei berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen.


§ 14 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Der Vertrag kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums (Monatsende) gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Textform (E-Mail genügt).

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:


§ 15 Folgen der Vertragsbeendigung

(1) Nach Vertragsende wird der Zugang des Kunden zum Dienst deaktiviert.

(2) Der Anbieter stellt dem Kunden auf Anfrage innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende einen Export seiner Daten in einem gängigen Format zur Verfügung.

(3) Nach Ablauf von 30 Tagen nach Vertragsende werden die Daten des Kunden gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

(4) Bereits gezahlte Beträge für nicht genutzte Zeiträume werden nicht erstattet, es sei denn, die Kündigung erfolgt aus einem vom Anbieter zu vertretenden wichtigen Grund.


§ 16 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies unter Berücksichtigung der Interessen beider Parteien zumutbar ist, insbesondere bei Anpassungen an geänderte Gesetzeslage, veränderte technische Rahmenbedingungen oder Einführung neuer Funktionen.

(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 6 Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Der Kunde kann innerhalb von 4 Wochen nach Zugang in Textform widersprechen.

(3) Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Frist, gelten die Änderungen als genehmigt. Auf diese Rechtsfolge wird der Kunde in der Änderungsmitteilung besonders hingewiesen.

(4) Widerspricht der Kunde, ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende zu kündigen.


§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Bamberg, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist oder keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen. Der Kunde wird hierüber vorab informiert und kann in diesem Fall den Vertrag außerordentlich kündigen.


Stand: März 2026